sechs Schülerinnen und Schüler, draußen aufgenommen
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Zwei Tage Mathe statt Schulunterricht? – Das Mathecamp in Papenburg

Seit 12 Jahren findet jedes Jahr in Papenburg in der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte das Mathecamp statt. Es ist eine dreitägige Veranstaltung im Januar für rund 80 mathebegeisterte Schüler aus den Jahrgängen 7 bis 13. Sie erhalten bei unterschiedlichen Tutoren Unterrichtseinheiten in den verschiedensten mathematischen Bereichen. Von Zahlentheorie über Geometrie bis hin zu Logik – alle Themenbereiche sind vertreten. 

So läuft es normalerweise ab, aber dieses Jahr gab es durch den Schneesturm im Januar Anreiseprobleme und das Camp wurde abgesagt. Stattdessen fand am 9. und 10. April ein Ersatzcamp statt. Es war einen Tag kürzer als in den vorherigen Jahren, hat aber genau so viel Spaß gemacht. Ich hatte das Privileg, auch dieses Jahr dabei sein zu dürfen. 

Ich bin in der neunten Klasse und hatte somit auch mit anderen Neuntklässlern Unterricht. Als ich anreiste, kannte ich noch niemanden in meiner Unterrichtsgruppe. Das war aber kein Problem, da ich sofort nette Gleichaltrige kennenlernte, mit denen ich die zwei Tage gemeinsam verbrachte. 

Alle Teilnehmer waren in mehreren Häusern der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte (HÖB) untergebracht. Jedes dieser Häuser hatte mehrere Gruppenräume mit Tischkickern oder Tischtennisplatten. Zudem gab es noch ein Haupthaus mit dem Speisesaal und einem kleinen See, an dem die Möglichkeit bestand, mit einem Bötchen darauf zu fahren. Das Bootfahren machte unheimlich viel Spaß und man lernte seine Mitfahrer noch besser kennen. 

Am ersten Tag hatten wir drei Unterrichtseinheiten mit ausreichend Pausen dazwischen, in denen wir viele neue mathematische Anwendungen lernten, unter anderem, was Petrinetze sind oder wie sich geometrische Gegebenheiten gut beweisen lassen. Nach einem gemeinsamen Abendessen hielt Professor Dr. Grieser von der Universität Oldenburg einen Vortrag über unendlich große Zahlen. Es war sehr interessant und ich habe auf jeden Fall Neues gelernt. Danach hatten wir noch etwa zwei Stunden zur freien Verfügung. Ich traf mich mit einigen Schülern aus meiner Lerngruppe und wir spielten den ganzen Abend zusammen Spiele.

Der nächste Tag war leider auch schon wieder der letzte. Gegen acht Uhr gab es üppiges Frühstück im Speisesaal und danach hatten wir wieder Unterricht. Auch heute lernten wir wieder spannende, neue Dinge und hatten dabei viel Freude. Vor dem Mittagessen gab es noch einen Fototermin, bei dem Gruppenfotos für jede Schule und ein gemeinsames Foto mit allen gemacht wurde. Nach der Mittagspause gab es noch ein letztes mal Unterricht, in meinem Fall, Kombinatorik. Gegen 15:30 Uhr trafen sich alle zu einer Abschlussrunde mit Kuchen. Dabei schrieben wir Lob und Verbesserungsvorschläge auf kleine Zettel. Diese wollten die Veranstalter als Anregung nutzen. Dann war das Mathecamp leider auch schon wieder zu ende und wir machten uns zurück auf den Heimweg.

Abschließend würde ich sagen, dass das Mathecamp eine wundervolle Idee ist. Es macht sehr viel Spaß, dort zu lernen und es ist eine wundervolle Gelegenheit, Leute kennenzulernen, die ähnliche Interessen wie man selbst haben – auch außerhalb von Mathematik!

Text: Anna Borchert 9a Foto: A. Schulz

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