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„Traut Euch – GEO mit Courage“ 10. und 12. Juni 2026

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage: Mehr als nur ein Titel“

Was bringt eigentlich ein Schild an der Eingangstür, auf dem „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ steht?

Diese Frage haben sich wahrscheinlich viele SchülerInnen schon einmal gestellt. Die Antwort darauf konnten wir bei der diesjährigen Veranstaltung zu genau diesem Thema erleben. Denn schnell wurde klar: Dieser Titel ist mehr als nur eine Auszeichnung. Er steht für eine Haltung und für die Verantwortung, sich gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus einzusetzen.

Unsere Schule trägt den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ seit 2023. Damit gehört sie zu einem bundesweiten Netzwerk von Schulen, die sich aktiv für Respekt, Vielfalt und ein demokratisches Miteinander engagieren. Der Titel bedeutet nicht, dass es an der Schule niemals Konflikte oder Vorurteile gibt. Vielmehr bedeutet er, dass wir bereit sind, darüber zu sprechen und gemeinsam dagegen vorzugehen.

Organisiert wurde die Veranstaltung von Frau Gerkan, unserer Sozialarbeiterin Frau Damm und der Courage AG.

Den Anstoß machte der externe Referent Jan Fomboh, der selbst Erfahrungen mit Diskriminierung gemacht hat. In seinem Vortrag berichtete er von persönlichen Erlebnissen und machte deutlich, dass Vorurteile und Ausgrenzung oft näher sind, als viele denken. Seine Worte regten viele SchülerInnen zum Nachdenken an und bildeten einen gelungenen Einstieg in den Tag. Mehr Informationen zu seiner Arbeit als Bildungsreferent können auf seinem Instagram-Profil „hyan_mokson” abgerufen werden.

Im Anschluss präsentierten verschiedene SchülerInnen, Klassen und Gruppen ihre Beiträge. Dabei wurde schnell deutlich, wie vielfältig das Thema behandelt werden kann. Mehrere Klassen zeigten Videos, die sich mit Ausgrenzung, Diskriminierung und Antidiskriminierungsarbeit beschäftigten. Die Filme machten deutlich, wie verletzend es sein kann, ausgeschlossen zu werden, und wie wichtig es ist, für andere einzustehen.

Besonders eindrucksvoll waren auch die Theaterstücke und Spielszenen. In alltäglichen Situationen wurde gezeigt, wie Vorurteile entstehen können und wie man reagieren kann, wenn Menschen unfair behandelt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Alltagsrassismus. Dabei wurde gezeigt, dass Diskriminierung nicht immer offensichtlich sein muss. Oft sind es scheinbar kleine Bemerkungen oder Vorurteile, die andere verletzen können. Passend dazu wurden Ergebnisse von Umfragen zum Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler vorgestellt. Die Präsentationen veranschaulichten, wie wichtig gegenseitiger Respekt für ein positives Schulklima ist.

Doch die Veranstaltung bestand nicht nur aus Vorträgen und Diskussionen. Auch Kreativität spielte eine große Rolle. Es wurden zahlreiche Plakate und Kunstwerke gestaltet, die sich mit Vielfalt, Toleranz und Zusammenhalt beschäftigten.

Außerdem gab es eine besondere Aktion der SV: SchülerInnen konnten ihren Fingerabdruck auf einem gemeinsamen Plakat hinterlassen. Jeder einzelne Abdruck stand dabei symbolisch für die Einzigartigkeit jedes Menschen und zusammen ergab sich ein großes Bild, das die Vielfalt unserer Schulgemeinschaft sichtbar gemacht hat.

Darüber hinaus stellten SchülerInnen Rezepte aus verschiedenen Kulturen vor und machten deutlich, wie bereichernd unterschiedliche Traditionen für unsere Schule sein können.

Für eine besondere Atmosphäre sorgten außerdem Leni (9d), unser Schulchor und unsere Schulband The George mit musikalischen Beiträgen und ermutigenden Liedern.

Zusätzlich appellierten einige SchülerInnen in engagierten Reden, selbstverfassten Gedichten und persönlichen Botschaften, dass jede und jeder Einzelne einen Beitrag zu einem respektvollen Miteinander leisten kann.

Die Veranstaltung hat somit gezeigt, dass „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ weit mehr ist als ein Schild an der Wand. Es geht darum, im Alltag aufeinander zu achten und nicht wegzusehen, wenn jemand ausgeschlossen oder unfair behandelt wird.

Genau das bleibt auch nach diesen Tagen wichtig. Eine Schule ohne Rassismus entsteht nicht durch einen Titel, sondern durch die Menschen, die jeden Tag Teil davon sind. Deshalb können wir alle etwas dazu beitragen, damit unsere Schule ein Ort bleibt, an dem sich alle willkommen und respektiert fühlen. Wer eigene Ideen hat oder sich engagieren möchte, kann sich jederzeit bei der Courage AG einbringen.

Text: Shahram, Nadja, Iman, Luca

Fotos: D. Gerkan

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