Sylt 2013 Klasse 7a und 7b

Tag I

Um Punkt acht Uhr, am Montag den 26. August, versammelten wir (die Klassen 7 a und b) uns vor dem Fahrradstand des GEO. Nach mehr oder weniger tränenreichen Verabschiedungen  ging’s ab in den Bus und auf zur ersten Reiseetappe. Nach zweieinhalb Stunden Fahrt, 30 Minuten Pause und einem im Raststättenteich versenkten Fußball begann der Lärm proportional zur Reisezeit zu steigen. Dank einer gesperrten Brücke saßen wir dann auch bis halb zweiim Bus.

In Niebüll angekommen, gingen wir zum Zug und teilten uns in kleine Grüppchen auf. Tatsächlich waren für alle Sitzplätze da, aber einige zogen es vor, zu stehen: „Das ist viel cooler, Frau Schulz!“ Aus dem Zug ging’s in den nächsten Bus, aus dem Bus hasteten wir in die Jugendherberge und nach dem Einrichten der Zimmer ENDLICH ZUM STRAND!!!Sylt 218

Kaum da, gab’s eine Einweisung durch die DLRG. Daraufhin stürzten sich die meisten von uns in die Fluten, es gab herrliche Wasserschlachten, bei denen sich Lehrer und Schüler gegenseitig versenkten. Kaum waren alle trocken an Land, flogen die ersten auch schon wieder mitsamt Kleidung ins Wasser: Herr Baumgarten und Herr Diettrich, sie sind schuldig im Sinne der Anklage!

Nach dem Abendessen verschwanden alle in ihren Zimmern. Zu welcher Zeit wir einschliefen, aufgekratzt wie wir waren, wird hier nicht gesagt…

Tag II

Los ging’s mit Frühstück um halb neun,obwohl alle noch reichlich verschlafen waren. Nach einer Mini-Geburtstagsfeier setzten wir unter viel Gemecker die Fahrradhelme auf und los ging’s zum nördlichsten Dörfchen Deutschlands, List. Die unbequemen Fahrräder wurden durch die grandiose Dünenlandschaft wettgemacht, und so überlebten wir die 20 km Hinfahrt mit einigen Pausen. In List besahen wir Hafen, Souvenirshops und nicht zu vergessen Eisläden; anschließend machten wir uns stöhnend auf den Rückweg.

Um siebzehn Uhr waren wir dann wieder am Strand, diesmal flog (im wahrsten Sinne des Wortes) auch Herr Diettrich ins Wasser, woran seine Kollegen nicht ganz unschuldig waren. Danach bekamen wir frei verfügbare Zeit, die u. a. für ein Fußballspiel genutzt wurde.

Tag III

Nach dem Frühstück wanderten wir nach Westerland City. Dort bekamen wir zwei Stunden Aufenthalt und gingen noch einmal ordentlich shoppen. Auch McDoof… äh, McDonald‘s wurde von einigen besucht. (Verehrte Leser, auch eine Person mit 1,50 cm kann zwei Veggie-Burger verdrücken!) Für den Rückweg hatten die Lehrer sich überlegt, einen Strandspaziergang zu machen. Wir liefen, halb im Wasser, langsam zurück. Auf einmal kam irgendwem die Idee, doch über die Sandbänke zu gehen. Munter quatschend folgten wir dem Vorschlag … und fanden uns von einem wenige Meter breiten, aber mindestens knietiefen Priel vom Strand abgeschottet! Begleitet von Frau Schulz, mit der unverzichtbaren Fotokamera, und vielen Schreien und nassen Hosen erreichten wir gegen fünfzehn Uhr die Jugendherberge und gingen dann – wohin auch sonst, bei beinahe 25°C – zum Strand. Den verließen wir zum Abendessen und Duschen, dann eröffneten uns die Lehrer, dass wir jetzt wieder an den Strand gehen und dort für den Abend bleiben würden. Es war noch viel schöner, als wir vermutet hatten, leider wurde der herrliche Sonnenuntergang bald von Wolken bedeckt und wir teilten uns auf: Einige veranstalteten Spiele im Sand, andere saßen bei den Lehrern (und Fackeln) und sangen. Nachdem die Fackeln abgebrannt waren, gingen wir zurück in die Jugendherberge und fielen todmüde ins Bett.

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Tag IV

Heute standen ein weiterer Geburtstag und eine Wattwanderung an. Bis elf Uhrhatten wir Zeit, das Gröbste in unsere Koffer zu packen, sollte es doch morgen bereits zurückgehen. Nach verzweifelten Aufraffversuchen seitens der Schüler und Motivationsreden der Lehrer, die Barack Obama alle Ehre gemacht hätten, war alles dann halbwegs ordentlich.

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Nun folgten eine Busfahrt und eine halbe Stunde Wartezeit am Parkplatz durch Komplikationen mit den Wattführern, irgendwann wanderten (oder hüpften) wir mit teilweise wenig begeisterten Gesichtern durch die schlammigen Salzwiesen. Im ‚richtigen‘ Watt lauschten wir Ausführungen über Wattwürmer, Paarungsgewohnheiten von Seepocken und vielem mehr.

Nach Packen, Part II  wurde ein Abschlussgrillen veranstaltet, bei dem, trotz eifrigen Essern (Rekordhalter war ein Schüler mit neun Stück!) Apfelkuchen übrig blieb. Mit dem ‚Versprechen‘, am nächsten Morgen um halb sieben geweckt zu werden, gingen wir ins Bett.

Tag V

Mit rekordverdächtigem Tempo (bei den meisten tatsächlich im positiven Sinne!) beendeten wir die Packorgie und schleppten uns und die Koffer in den Frühstücksraum. Um ungefähr acht Uhr stiegen wir mit unseren sieben Sachen in den Bus und fuhren zum Bahnhof. Bei der anschließenden Zugfahrt waren wir so müde, dass auch die allercoolsten saßen. Wir erfuhren, dass Herr Diettrich beinahe jeden Tag SMS mit Bildern an die Eltern gesendet hatte (und bedanken uns hiermit auch im Namen der Schüler dafür!!!) und warteten, wieder auf dem Festland, ein wenig auf den Bus. Aber auch der kam irgendwann, Herrn Diettrichs Versicherung zum Trotz, wir müssten wohl über Moskau nach Hause laufen (er sagte wirklich Moskau…). Im Bus rissen wir hungrig die Lunchpakete auf und verspeisten sie, wir machten einmal halt und erreichten, „Westerland“ von den Ärzten singend, den heimischen Hafen, die Schule, meinen wir, wo wir von unseren Familien begrüßt wurden. Wir bedanken uns im Namen aller Schüler der Klassen 7 a und b für eine supertolle Klassenfahrt, auf der alle sehr viel Spaß hatten!

Paulina Schulz und Hanna Gesang, 7b