Frankreichaustausch

Montag, 02.11.2015 (Sofie):

Am Montag trafen wir uns bereits um 7.10 Uhr am Oldenburger Hauptbahnhof. Mit gepackten Koffern warteten wir auf unsere Abfahrt und waren sehr neugierig darauf, unsere Austauschfamilien kennenzulernen. Mit dem Zug fuhren wir zuerst nach Hannover. Dort hatten wir einen kurzen Aufenthalt, bis wir in einem weiteren Zug nach Frankfurt fuhren. In Frankfurt angekommen, mussten wir eine Stunde warten, bis der nächste Zug kam. In dieser Zeit durften wir uns frei bewegen. Viele gingen essen, aber manche blieben auch einfach bei den Koffern und warteten auf den Zug nach Paris zum Gare de l’Est. In einer Halle des Gare de l’Est standen schon ein paar der Austauschmütter, diese brachten uns dann mit der Métro nach Sucy-en-Brie. Es war alles sehr hektisch in Paris: Überall rannten Leute herum, weil alle ihre Métro bekommen wollten, so auch wir. Wir waren insgesamt eine weitere Stunde unterwegs, bevor wir in Sucy-en-Brie ankamen. Dort trafen wir dann unsere kompletten Austauschfamilien und trennten uns von der deutschen Gruppe.

Metro

Dienstag, 03.11.2015 (Pia)

Am Dienstagmorgen liefen wir alle mit unseren französischen Austauschpartnern zur Schule. Die erste Nacht hatten wir alle gut überstanden, und so trafen wir uns vor der Schule mit Frau von Seggern und Frau Hopf, um dann mit der Métro nach Paris zu fahren. Während die Franzosen Unterricht hatten, liefen wir von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit und bekamen so schon einmal einen ersten Überblick über die Stadt. Vor Ort hielten wir die von uns vorbereiteten Referate. Zunächst war Sacre-Cœur an der Reihe, und trotz des bewölkten Himmels war die Sicht von dort oben fantastisch. Weiter ging es zum Eiffelturm und zum Triumphbogen, von dem aus wir über die Champs-Élysées zum Palais de l’ Élysée und zum Place de la Concorde liefen. Als nächstes bestaunten wir das Centre Pompidou. Nach einer Pause wieder gestärkt, fuhren wir weiter zur Opéra Garnier. Das war auch schon unser letzter Stopp, und nach diesem langen und anstrengenden Tag wurden wir von unseren Austauschpartnern an der Schule abgeholt und mit in die Familien genommen.

Triumphbogen

Mittwoch, 04.11.2015 (Sofie):

Am Mittwoch gingen wir, wie schon am Tag zuvor, mit unseren Austauschpartnern zur Schule. Dort trafen wir uns mit der deutschen Gruppe und wurden von zwei Lehrerinnen durch die Schule und später in einen Frühstücksraum geführt. Zur Begrüßung gab es Croissants. Die Schule in Sucy-en-Brie ist sehr groß und verwirrend, früher war das Schulgebäude ein Schloss und auf dem Grundstück befinden sich außer der Schule noch ein Kindergarten und ein Altersheim. In einer kleinen Pause wurden wir dann in Zweier- und Dreiergruppen eingeteilt und von ein paar Austauschschülern in unsere Klassen gebracht. Dort sollten wir am Unterricht teilnehmen. In der Pause trafen wir uns alle wieder. Der Schulhof war sehr überfüllt. Weil alle Schüler in den Pausen nach draußen müssen, waren fast tausend Schüler auf einem kleinen Schulhof versammelt. Am Ende der Pause gingen wir wieder in den Unterricht. Nach der Schule wurden wir von unseren Austauschpartnern nach Hause gebracht. Den Rest des Tages konnten wir frei mit unseren Familien verbringen.

Donnerstag, 05.11.2015 (Pia)

Am Donnerstag wurden wir von unseren „Eltern“ direkt zur RER-Station in Sucy-en-Brie gebracht, denn heute stand ein weiterer Ausflug an. Zusammen mit den Franzosen ging es ins Disneyland. Als wir die Métrofahrt hinter uns hatten, war es immer noch ganz schön früh und wir hatten den ganzen Tag Zeit. Und so liefen wir los, immer in „gemischten“ Gruppen, und es gab wirklich sehr, sehr viel zu machen und zu sehen. Alles wirkte irgendwie so echt. Wir picknickten vor dem großen Disneyschloss. Alles war schon winterlich und weihnachtlich geschmückt. Selbst die Wartezeiten vor den einzelnen Fahrgeschäften waren gar nicht so lang, wie wir befürchtet hatten. Alles in allem war der Tag sehr schön und wir fuhren, kaputt von dem vielen Hin- und Herlaufen, glücklich zurück nach Sucy.

Disneyland2

Freitag, 06.11.2015 (Sofie):

Am Freitag unternahmen wir unseren zweiten Ausflug nach Paris. Er begann am Louvre, dort sahen wir uns einige ausgewählte Kunstwerke an, z. B. die Mona Lisa. Danach hatten wir eine kurze Pause im Louvre. Nach der Pause fuhren wir zum Quartier Latin, um dort eine Rallye zu machen. In Vierergruppen zogen wir los, um unsere Aufgaben zu lösen. Die meisten Aufgaben konnte man nur lösen, wenn man andere Leute um Hilfe bat. Als alle von der Rallye zurück waren, liefen wir zur Notre-Dame. Wir mussten eine Stunde anstehen, um überhaupt hineinzukommen, weil dort zufällig an diesem Tag die Dornenkrone Jesu ausgestellt wurde. Später fuhren wir dann wieder zurück nach Sucy-en-Brie.

Louvre

Samstag, 07.11.2015 (Pia)

Samstag war der erste richtige Tag, den wir alle mehr oder weniger alleine in den Familien verbrachten. Morgens war ich erst mit meiner Gastmutter und meiner Austauschpartnerin auf dem Wochenendmarkt in der kleinen Innenstadt von Sucy-en-Brie und mittags trafen wir uns dann mit Merja und ihrer Austauschpartnerin im Park, picknickten dort und wurden später von meiner Gastmutter abgeholt und zu uns nach Hause gebracht. Dort spielten wir Wii und aßen Croissants. Danach lackierten wir uns die Nägel lackiert und redeten ein bisschen. Am frühen Abend gingen meine Austauschpartnerin und ich zum Tanzunterricht.

Sonntag, 08.11.2015 (Sofie):

Am Sonntag waren wir wieder allein mit unseren Austauschfamilien. Viele verbrachten den letzten Tag damit, nach Paris zu fahren und zum Beispiel auf den Eiffelturm zu gehen oder andere Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Aber andere nutzten auch einfach den Tag, um ihre Familien besser kennenzulernen.

Eiffelturm

Montag, 09.11.2015 (Pia)

Und dann war auch schon der letzte Morgen des Austauschs. Zuhause verabschiedeten wir uns von den Familien, bei denen wir eine Woche gewohnt hatten, und wurden entweder zur Schule gebracht oder liefen mit unseren Austauschpartnern zur Schule. Dort angekommen mussten wir uns nun auch von ihnen verabschieden und gingen mit dem Französischlehrer, Monsieur Wagner, in einen leeren Klassenraum. Wir hatten noch etwa eine Stunde Zeit, an unseren Kladden zu arbeiten, die von unseren Erlebnissen in dieser Woche berichten sollten. Anschließend machten wir uns auf den Weg und fuhren das letzte Mal mit der Métro, Endstation: Gare de l’Est. Nach einer ungefähr 9-stündigen Fahrt und mehrmaligem Umsteigen waren wir endlich wieder in Oldenburg. Am Hauptbahnhof empfingen uns unsere Freunde und unsere Familien.

Wir alle haben in dieser Zeit viele gute neue Erfahrungen gemacht, neue Freundschaften geschlossen und das französische Alltagsleben aus einer anderen Sicht, außerhalb des Französischunterrichts, wahrnehmen können.

Pia Hummels und Sofie Altmann