GEO-Teams fahren zum RoboCup Junior Finale 2016

Fast vier Stunden ist die Hauptstadt Sachsen-Anhalts von Oldenburg entfernt. Trotzdem nehmen alle Teilnehmer, die es durch die Qualifikationsrunde in Bad Zwischenahn geschafft haben, die Fahrt auf sich und fiebern dem Finale entgegen.

Diesmal gehört auch ein Schiedsrichter zu unserem Team. Zusammen mit Teams von drei weiteren Schulen aus dem Raum Oldenburg geht die Reise Richtung Magdeburg.

Dort angekommen, werden nur kurz die Koffer in die Zimmer der Jugendherberge gebracht, bevor es schon weiter zum Messegelände geht. Noch ist Zeit, ein wenig an den Robotern zu bauen, die in den nächsten drei Tagen die diesmal besonders schweren Parcours durchlaufen sollen.

Je ein Übungsparcours für die Primary- und die Secondary-Liga sind schon aufgebaut, damit die Teilnehmer zumindest einen groben Eindruck bekommen, was auf sie und ihre Roboter zukommt.

Für die Volunteers und das Orga-Team ist es eine Herausforderung, die insgesamt fünf Wettkampfparcours während der kommenden drei Wettkampftage auf- und wieder abzubauen. Doch die Stimmung ist gut. Letztendlich macht es genauso viel Spaß als Volunteer wie als Teilnehmer mitzumachen.

Natürlich gibt es wieder ein großes Durcheinander aus Legosteinen, Parcourkacheln, Kabeln und aufgeregten Teams. Doch über dem Ehrgeiz wird die Sportlichkeit nicht vergessen, und so herrscht ein fröhliches Miteinander. Sogar die Schiedsrichter fiebern mit den Wettkämpfern, ganz gleich, wie ihre Ergebnisse ausfallen.

Die drei Teams vom GEO, die sich für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert haben, treten ausschließlich in der Rescue-Disziplin an.

Hier soll der Roboter einer Linie folgen und verschiedene Hindernisse überwinden, um in die sogenannte Evakuierungszone zu gelangen. Dort muss er die “Opfer” retten, in diesem Fall fünf silberne Kugeln, die es in eine schwarz markierte Ecke des Raumes zu befördern gilt.

Neben Rescue gibt es auch noch die Disziplin Rescue-Maze, bei dem sich der Roboter in einer Art Labyrinth zurechtfinden muss, um den richtigen Weg zu finden.

Fernab von den Rettungsdisziplinen gibt es noch zwei weitere große Bereiche, in denen man beim RoboCup antreten kann.

Nebenan hört man Pfiffe aus Trillerpfeifen. Hier läuft ein Soccer-Match. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier tatsächlich um Roboter-Fußball. Der Ball ist mit einem Infrarotsender ausgestattet, der es den Robotern ermöglicht, ihn zu orten und Tore zu schießen.

Auf der Bühne der Halle wird die Dance-Disziplin ausgetragen. Hier tanzen die Roboter zwar nicht wirklich, aber sie führen eine kurze Choreografie zusammen mit ihren Erbauern auf, begleitet von passender Musik und einer synchronen Videopräsentation. Die Zuschauer klatschen und jubeln begeistert bei gelungenen Aufführungen.

Im Hintergrund wachen die Betreuer der einzelnen Teams über das Wohl ihrer Schützlinge und spornen sie an, wenn sie an der Reihe sind, oder trösten sie, wenn es mal nicht so geklappt hat.

Sehr schnell gehen die vier Tage Aufenthalt vorüber und die Gewinner werden bekannt gegeben, die auf der Weltmeisterschaft in Leipzig gegen die globale Konkurrenz antreten dürfen. Vom GEO konnte sich leider keiner qualifizieren, doch man sieht es sportlich: Es kann nicht jeder gewinnen. Trotzdem nehmen die GEO-Teams viele Verbesserungs­vorschläge mit nach Hause und sind schon wieder dabei, die Roboter für das nächste Jahr vorzubereiten.

Oliver Brinkmann, 10e (3. Mai 2016)