Besuch im Ostergarten

Zum dritten Mal hat die Kreuzkirche Oldenburg in der Passionszeit 2016 ihre Räumlichkeiten in eine begehbare Erlebnisausstellung verwandelt. Begleitet vom Evangelisten Lukas konnten sich die Besucher in die Zeit vor 2000 Jahren versetzen lassen und hautnah die letzten Tage Jesu von seinem Einzug in Jerusalem bis zu seiner Auferstehung miterleben.

Im Rahmen der Unterrichtsreihe “Jesus in seiner Zeit und Umwelt” hat sich die katholische Religionsgruppe im Jahrgang 5 zurück in die Vergangenheit begeben und schildert im Folgenden ihre Eindrücke. Die Bilder stammen vom Besuch einer evangelischen Religionsgruppe aus dem Jahrgang 6.

Eindrücke aus dem Ostergarten

„Der Ostergarten war in der Kreuzkirche, in der Nähe der St. Willehad-Kirche. Als wir da waren, konnte jeder, der wollte, so etwas wie ein Gewand anziehen. Nun sollten wir zum Eingang [des Ostergartens] gehen. Dort wurden wir sehr freundlich empfangen. (…) Durch den Eingang sind wir in einen Raum gekommen, darin war ein Markt und in der Mitte waren Palmenwedel und ein Esel. (…) Ein Kind durfte sich auf den Esel setzen und die anderen durften ihm mit den Palmwedeln Luft zufächeln. Danach sind wir in den nächsten Raum gegangen. Da wurde das Abendmahl nachgestellt. Man durfte sich an den Tisch legen und es gab besonderes Brot und Weintrauben. Die nächsten Räume handelten von Jesu Tod und Auferstehung.“ (Sophia)

Gründonnerstag - Das letzte Abendmahl

Gründonnerstag – Das Abendmahl

„Am Tor von Jerusalem trafen wir einen Mann. Er stellte sich als Evangelist Lukas vor und hat uns sehr viel von Jesus erzählt. Dann gingen wir durch das Stadttor und kamen auf den Marktplatz. Es roch sehr gut und man hörte Musik. Ein Kind durfte sich sogar auf einen Esel setzen, der in der Mitte des Raumes stand. (…) Wir kamen in einen Raum, in dem das Abendmahl dargestellt war. Wir durften uns zu Tisch legen und echtes ungesäuertes Brot und Weintrauben essen. (…) Nun gingen wir weiter und kamen nach draußen in den Garten Gethsemane. Dort haben wir gesehen, wie Jesus gebetet hat. Durch einen Gang mit Bildern kamen wir an ein Lagerfeuer. (…) Im Gerichtssaal, wo man, wenn man wollte, Pilatus sein konnte, riefen die Menschen: ‚Kreuzigt ihn!‘ Wir gingen weiter zu der Stelle, an der Jesus gekreuzigt wurde. Anschließend ging es durch einen dunklen Gang zum Grab Jesu.“ (Hannah)

Karfreitag - Die Verurteilung durch Pontius Pilatus

Karfreitag – Die Verurteilung durch Pontius Pilatus

„Am Anfang, als wir durch das Tor gegangen sind, habe ich gedacht, ich werde verwandelt. Ich fühlte mich wie vor tausend Jahren. Alles war so anders, es roch anders, es sah anders aus, es klang anders. In der Mitte war ein Esel, am Rand waren Marktstände mit Lebensmitteln aufgebaut. Wir durften mit Palmenzweigen dem auf dem Esel Sitzenden, also Jesus, Luft zu wedeln. Im nächsten Raum war es noch toller. Dort gab es einen richtig schön gedeckten Tisch mit einer Art Knäckebrot. (…) Später gingen wir zur Kreuzigung Jesu. Alle schrien: ‚Kreuzigt ihn!‘ Pilatus konnte nichts dagegen tun. Er wusch seine Hände in Unschuld und sagte: ‚Er ist euch überlassen.‘ Dann wurde Jesus gekreuzigt. Zum Schluss waren wir in einem hellen Raum mit bunten Vögeln und alles war richtig schön: Jesus ist auferstanden.“ (Verena)

„Wer wollte, durfte für die Führung ein Gewand anziehen. (…) Wir haben die Kreuzigung und Auferstehung auf spannende Art miterlebt. Ganz am Ende war das Paradies und es hingen ganz viele bunte Vögel an der Wand.“ (Charlotte L.)

Ostern - Die Auferstehung

Ostern – Die Auferstehung

„Ich fand den Ostergarten toll, weil man alles wirklich miterlebt hat. (…) Wir waren auch im Gerichtssaal und haben gehört, was die Menschen gesagt haben. Man durfte sich auf den Richterstuhl von Pilatus setzen. (…) Nach der Kreuzigung kamen wir in einen dunklen Gang und dann in das Grab von Jesus. Das war ein dunkler Raum.“ (Meret)

„Am Ende haben wir gesehen, wie Jesus auferstanden ist. Wir haben dann noch ein Kreuz aus Baumaterial bekommen.“ (Constantin)

„Ich fand den Ostergarten sehr schön gestaltet.  (…) Es war toll!“ (Katharina)

„Man war aufgeregt, weil man nie wusste, wo es als nächstes hingehen würde. Es war so als wäre man tatsächlich dort vor 2000 Jahren. Es gab viel zu schmecken, riechen und hören.“ (Caycee-Lee)

„Am besten fand ich den Gründonnerstag und dass wir am Abendmahl teilnehmen durften, vor allem weil wir auch etwas essen durften. Man hat sich wie einer der Jünger gefühlt!“