Unvergessliche Tage im Schnee – Jahrgangsskifahrt 2016

Vom 27. Februar bis zum 5. März 2016 führte es den gesamten 9. Jahrgang wieder ins Zillertal. Hanna und Paulina, Schülerinnen aus der Klasse 9b, berichten von erlebnisreichen Tagen im Schnee:

Tag 1: Anreise

Sind Sie schon einmal um vier Uhr nachts aufgestanden? Nein? Wir schon!

Um 4:30 Uhr trafen wir (der 9. Jahrgang) uns am GEO. Die Busse trafen kurz nach uns ein und wir verpackten die Materialien. Spätestens dann waren wir auch alle ziemlich wach.

Aufregung überwog gegenüber dem Abschiedsschmerz und schon bald saßen wir alle im Bus.

Eine detaillierte Beschreibung der knapp 14-stündigen Busfahrt wollen wir Ihnen an dieser Stelle ersparen, wir schafften es aber, uns mit Kartenspielen, elektronischen Geräten und der Mittagspause in einem amerikanischen Spezialitätenrestaurant (ja, okay, wir meinen McDonalds), beschäftigt und gutgelaunt zu halten.

Um 19:00 Uhr waren wir ENDLICH da – im Enzianhof, Zell am Ziller, mitten im Zillertal.

Die Klassen A) und D) waren allerdings anderswo untergebracht, im Enzianhof tummelten sich nur die B) und die C).

Es gab ein leckeres Abendessen – Spätzle – und wir gingen bald auf die Zimmer, waren aber viel zu aufgeregt, um direkt einzuschlafen.

Tag 2: Erster Skitag

Frühstück gab es am nächsten Morgen viel zu früh, nämlich um 7:00 Uhr.

Das war aber gut so, weil wir alle uns erst einmal zurechtfinden und an das aufwendige Anziehen der Skikleidung gewöhnen mussten.

Um 8:30 Uhr nahmen wir den Skibus gen Piste, wo um 9:00 Uhr der „Unterricht“ begann.

Erwärmung_hp

Um ein Gefühl für die Skier zu bekommen, machten wir Übungen: auf einem Ski einen Hang herunterrutschen, hüpfen auf Skiern und erste Kurven.

Dann spalteten wir uns abhängig von der Skierfahrung in Gruppen auf.

Begleitet wurden wir hierbei sowohl von unseren Lehrern als auch von den Helpis – einer bunte Mischung aus skibegeisterten Ehemaligen und erfahrenen Freiwilligen.

Die Mittagspause verbrachten wir alle gemeinsam am Baum.

Dieser sollte für den Rest der Woche unser Treffpunkt sein: ein Bäumchen in der Nähe des Übungshangars, das zumindest ein wenig Schutz vor möglichem Schnee und Nässe bot.

Am Nachmittag war gerade genug Zeit fürs Duschen und ein kleines Schläfchen, was die meisten von uns auch ausführlich nutzten, Abendessen gab es schon um 18:00 Uhr.

Was zuhause viel zu früh gewesen wäre, kam uns hier gerade recht, wir hatten nämlich alle einen Riesenhunger.

Nach dem Abendessen hatten wir noch ein wenig Freizeit (wer wollte konnte noch ein Nickerchen einlegen oder sich an Kartenspielen beteiligen) und um 20:00 Uhr fand das Abendprogramm statt.

Das hatten einige Schülerinnen und Schüler vorbereitet, am Sonntag war bei der B) zum Beispiel ein knallhartes Quiz geplant… Können Sie alle Mitglieder des schwedischen Königshauses nennen oder einen astreinen Pferdchensprung vorturnen?

Anschließend wurden wir mit einer alten GEO-Tradition vertraut gemacht: der Wahl des Eumels. Zum Eumel des Tages konnte jeder gewählt werden, der am Tag durch etwas Tollpatschiges oder sehr Dummes aufgefallen war. Die Konsequenz war, dass der oder die Glückliche am nächsten Tag in einem Bananenkostüm die Piste runterdüsen durfte.

Wir schliefen alle ziemlich fest in dieser Nacht…; nach einem Tag Skifahren weckt einen so schnell nichts auf!

Tag 3: Skifahren, zum Zweiten

Am nächsten Morgen ging es, wie nun jeden Tag, um 9:00 Uhr auf die Piste.

Gruppe enzian_hpAuch heute wurden fleißig Fortschritte gemacht: Ein Großteil der Anfänger konnte bereits auf den Plattenanger, eine erste blaue Piste, vorrücken, die fortgeschrittenen Anfänger trauten sich, für einige zum ersten Mal, auf der rote Piste und die Fortgeschrittenen und Könner probierten einige neue Pisten im Skigebiet aus.

Langsam stellte sich eine Routine ein: Mittagspause gegen 12:00 Uhr am Baum, hungrig das Lunchpaket verschlingen, dann wieder ab auf die Piste, um 16:00 Uhr im Enzianhof, 18:00 Uhr Abendessen, 20:00 Uhr Abendprogramm (heute Activity!) und dann um 22:00 Uhr Bettruhe, gequatscht wurde allerdings noch deutlich länger, schließlich hatten sich die Mitglieder der verschiedenen Gruppen viel zu erzählen.

Tag 4: Es geht bergauf!

Auch am nächsten Morgen standen wir wieder um 9:00 Uhr auf den Skiern.

Aber heute sollte sich das harte Üben richtig bezahlt machen: Auf einmal gab es größere Fortschritte als noch am zweiten Tag!

Obwohl sich das ständige Bewegen und die ungewohnte Bergluft in Müdigkeit am Morgen bemerkbar machten, standen fast alle Anfänger am Vormittag zum ersten Mal auf einer roten Piste.

Außerdem fiel eine Menge Neuschnee, wie schon über Nacht, was die Pistensituation natürlich interessant und neu machte, vor allem aber Raum für endlose Schneeballattacken schaffte.

Das war auch der Grund, warum wir uns abends entschieden, das Abendprogramm durch eine riesige Schneeballschlacht zu ersetzen.

Am Anfang traute sich noch niemand so recht, aber als erste Schneebälle in den Kapuzen landeten, waren die Hemmungen bald verschwunden.

Weder vor Lehrern noch Schülern wurde Halt gemacht: Am Ende waren wir alle klitschnass und erschöpft.

Waffenstillstand wurde geschlossen und Schüler und Lehrer gingen gemeinsam zurück in Richtung Hütte.

Der Sternenhimmel war viel zu schön, um ihn hier abgeklärt und nicht kitschig beschreiben zu können, es war aufgeklart und uns bot sich eine herrliche Sicht ins Tal.

Ziemlich erschöpft schliefen wir an diesem Abend deutlich früher ein und konnten morgens sogar zwanzig Minuten länger schlafen.

Tag 5: Kulinarische Höhepunkte

Am vierten Ski-Tag war es endlich so weit: Eine erste kleine Tour auf Skiern war für alle angesetzt.

Die fortgeschrittenen Skifahrer unter uns transportierten die Rucksäcke zu Rosis Schnitzelhütte, am Mittag kamen alle nach und die Hütte machte vermutlich den besten Umsatz des Monats, so viele Kaiserschmarren und XXL-Schnitzel wie wir verputzten!

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Nachmittags wurde dann das Üben fortgesetzt, im Hinblick auf die große Skitour am nächsten Tag.

Das Abendprogramm sollte an diesem Abend eigentlich eine Fackelwanderung mit Lagerfeuer und Punschtrinken werden.

Den ganzen Tag über war das Wetter großartig gewesen, es hatte kaum geschneit und wir freuten uns alle auf eine nächtliche Tour durchs Winter Wonderland.

Aber das Schicksal hatte Anderes für uns vor: Kaum an den Lagerfeuerstellen angekommen, begann es zu schneien. Und es schneite. Und schneite. Und schneite…, bis wir gefühlt in der Mitte eines Schneesturmes standen.

Die Lehrer versuchten tapfer per gelöschter Fackel die Lagerfeuer anzuzünden, die Langhaarigen unter uns sahen aus wie SchneekönigInnen und nach fünfzehn Minuten kapitulierten wir und begaben uns im Laufschritt zurück ins Warme.
Die Laune ließen wir uns trotzdem nicht verderben: der Punsch wurde ausgeteilt und einige spielten noch bis spätabends Meiern: ein Gesellschaftsspiel, bei dem man als Strafe Rußpunkte ins Gesicht gemalt bekommt.

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Tag 6: Unsere Skitour

Tag 6 war der Tag unserer großen Skitour.

Die Anfänger hatten es sich zum Ziel gemacht, die Mittagspause auf der Prölleralm zu verbringen, die Fortgeschrittenen wollten bis nach Königsleiten.

Also machten wir uns auf, Rucksäcke auf dem Rücken, und zuallererst galt es, über eine rote Piste ins nächste Skigebiet zu kommen.

Die Anfänger waren pünktlich zur Mittagspause auf der Prölleralm, auch die Fortgeschrittenen machten dort früher am Tag eine kleine Kakaopause.

Die hatten wir uns auch redlich verdient: Zur Prölleralm gelangt man nämlich nur über eine schwarze Piste, die wir auch alle erfolgreich nahmen. Darüber informierten uns unsere lieben Lehrkräfte allerdings erst, als wir völlig fertig an der Kakaotasse hingen.

Das bedeutete natürlich einen Motivationsschub sondergleichen und am Abend waren wir zwar alle froh, die Skischuhe gegen Pantoffeln einzutauschen, aber vor allem waren wir stolz!

Das Abendprogramm begann heute schon um 19:30 Uhr. Verwundert versammelten wir uns alle im Aufenthaltsraum und schimpften auf die Lehrer, die scheinbar zu spät waren.

Auf einmal kamen sie rein, aber ganz anders als erwartet!
Das gesamte Betreuungspersonal hatte sich, bis auf den letzten Mann in Goldfolie und Fleecedecken eingewickelt. Einige trugen Kopflampen, Rettungswesten und Handtücher als weitere Accessoires und vor allem sangen sie!
Wir begannen uns zu fragen, ob unsere Lehrer endgültig den Verstand verloren hatten, als die Erklärung begann: Heute, am letzten Abend, sollte die Skitaufe stattfinden.

Jeder Schüler wurde einzeln aufgerufen, bekam einen Schneenamen verpasst, musste ein Schluck des „Bergwassers“ (das sich später als Gemisch aus Almdudlerlimonade, blauer Lebensmittelfarbe und einigen Spezialzutaten herausstellte) trinken und wurde per Rasierschaum in den Haaren getauft.

Einige Beispiele für unsere Schneenamen: Von „Die Elegante“ über „Carving Karo“ bis hin zu „Masse statt Klasse“ war alles dabei!

Danach war noch ein kurzes Abendprogramm und wir gingen auf unsere Zimmer, um zu packen und den letzten Abend zu genießen, weil wir am nächsten Morgen diese schon räumen mussten.

Tag 7: Die Ski-Rallye und der große Abschied

Für unseren letzten Tag auf Skiern hatten sich unsere Betreuer etwas Besonderes ausgedacht: eine Rallye auf Skiern, kreuz und quer durch das ganze Skigebiet. Am Morgen wurden wir in bunt gemischte Gruppen eingeteilt und dann ging der Spaß auch schon los! Per Sessel- und Ankerlift gelangten wir auf verschiedene Pisten, um unsere Aufgaben in der vorgegebenen Zeit zu lösen.

Das bekamen alle Gruppen auch sehr gut hin und wir konnten uns pünktlich um halb eins auf der Kreuzwiesenalm treffen und unsere letzte typisch österreichische Mahlzeit zu uns nehmen.

Anschließend durften wir in Dreiergruppen selbstständig über vorgegebene Pisten fahren – und dies alles bei strahlendem Sonnenschein.

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Als wir am Nachmittag wieder im Enzianhof ankamen, wurden in rekordverdächtigem Tempo die letzten Sachen in die Reisetasche gequetscht (aus irgendeinem Grund kamen uns die Reisetaschen auf einmal viel kleiner vor), es wurde geduscht und das Skimaterial wurde in dem bereits wartenden Bus verstaut. Und dann ging es nach dem Abendessen und dem fast tränenreichen Verabschieden der Betreuer, die nicht mit nach Oldenburg kamen, in Richtung Heimatstadt.

Die Rückfahrt kam uns allen viel kürzer vor, was wohl daran lag, dass sich plötzlich die verdrängte Müdigkeit der ganzen Woche bemerkbar machte und viele von uns die Fahrt verschliefen.

Am nächsten Morgen erreichten wir pünktlich um 9:00 Uhr das GEO.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei allen Lehrern, unseren Helpis und allen anderen Helfern für diese tolle Skifahrt bedanken, die viel Zeit und Energie aufgewendet haben, um uns diese tolle Klassenfahrt zu ermöglichen. Wir hatten eine tolle Zeit und alle sehr viel Spaß!