GEO-Mädels trumpfen weiter stark auf

Vom zweiten Tag des Bundesfinales berichtet Kai Trüper:

Nach dem erfolgreichen Einzug in das Viertelfinale hieß der Gegner hier Bayern (vertreten durch eine Schule aus Nürnberg). Da wir um die Stärke dieser Mannschaft wussten, deren Spielerinnen zum größten Teil beim 1. FC Nürnberg spielen, stellten wir unser Team etwas defensiver als zuvor auf. Startaufstellung: Merle im Tor, Rosanna, Fenja und Sina in der 3er-Abwehrkette, Hanna als „6er“ vor der Abwehr und im Sturm Tomke und Rieka. Im weiteren Spielverlauf wurde Liske für die angeschlagene Rieke und Lea für die verletzte Sina eingewechselt. Diese defensive Aufstellung zahlte sich aus. Bei gegnerischem Ballbesitz verschob unser Mannschaftsverband konsequent ballorientiert und stellte die Passwege souverän zu. Kamen die Bayern doch einmal vor unser Tor, so scheiterten sie an unserer starken Torfrau. Ein wichtiger und sehr schneller Konter in der ersten Halbzeit konnte von Tomke durch einen Lupfer über die Torhüterin zum 1:0 abgeschlossen werden. Durch die starke, geschlossene Mannschaftsleistung in der Defensive konnten wir, trotz ca. 70% Ballbesitz auf Seiten der Bayern, die Führung durch die zweite Halbzeit bringen.

Nach einer Stunde Pause durften weitere 40 Spielminuten absolviert werden. Der Halbfinalgegner, Mecklenburg-Vorpommern, hatte schon die Vorrunde mit drei Siegen und 12:0 Toren absolviert und sorgte mit seinem Viertelfinalsieg  in einer Höhe von 8:0 für Aufsehen. Wir agierten ebenso defensiv wie gegen Bayern und brachten den Trainerstab (t.w. mit eigenem Vereinsfahrzeug angereist) und die Spielerinnen zur Verzweiflung. 0:0 zur Pause, das hatte bis dahin noch kein Team gegen die Spielerinnen des Sportgymnasiums Neubrandenburg geschafft, die fast alle groß gewachsen waren und wohl auch dem älteren Jahrgang und dem gleichen Verein angehörten. (In der Wettkampfklasse 3 durfen die Jahrgänge 2000-2002 spielen.) In der zweiten Halbzeit erhöhte der Gegner den Druck, was letztendlich zum Endstand von 0:3 führte.

Morgen wollen wir auf das Treppchen. Der Gegner kommt aus Hamburg, vielleicht ist das ein gutes Omen.

Fuba3Eine kleine Geschichte am Rande: Nach unseren Spielen sprach mich eine Sanitäterin an, die uns schon am ersten Turniertag fachkundig unterstützt hatte, und sagte, dass wir ihr Lieblingsteam wären. Es finge mit der tollen Farbe unserer Traningsanzüge an, darüber hinaus seien wir solch ein sympathisches Team. Hinter Merles Tor fühlte sie sich so sicher, weil diese so viele Bälle wegfischte, und angetan war sie auch von Hanna, die sie schon verarztet hatte und die so viel rackerte, kämpfte und lief.

Viele Berliner sind sehr freundlich und offen. Sobald sie uns in den leuchtenden Anzügen sehen, fragen sie uns über unseren Sport, den Wettbewerb und unsere Heimatstadt aus. Wir haben manchmal wirklich das Gefühl, niedersächische Botschafter zu sein.