Auf Erfolgskurs – GEO-Mädchen im Viertelfinale

Die Eindrücke des ersten Spieltages beim Bundesfinale in Berlin:

Sonne und Regen, Siege und Niederlage, der erste Spieltag bot allerhand. Gespielt wurde auf einer Art „Teppichboden“, einem sehr alten Kunstrasenplatz ohne Granulat und mit sehr kurzen Fasern. Das war mit dem mitgebrachten Schuhwerk, welches für Rasen und modernen Kunstrasen geeignet ist, eine gewisse Herausforderung. Als viel größere Herausforderung stellte sich aber das Team aus Potsdam heraus. Ein extrem starkes Team mit großen Spielerinnen, die scheinbar bei Turbine Potsdam (1. Bundesliga – Frauen) spielen. Die individualtaktisch starken Spielerinnen waren auch mannschaftstaktisch sehr gut eingestellt. So ging das erste Spiel unserer GEO-Mädchen mit 0:5 verloren. Nachdem wir dem Druck der Potsdamerinnen anfänglich durch geschicktes Verschieben und das Zustellen der Passwege standhalten konnten, war das Spiel nach zwei schnellen Kontertoren schon beinahe verloren. Zur Halbzeit stand es 0:4. In der zweiten Halbzeit wurde unser Team dann stärker und erarbeitete sich eigene Torchancen, die leider nicht genutzt werden konnten. Die Potsdamerinnen trugen das Spiel sehr körperlich aus, sodass der mitgebrachte Erste-Hilfe-Koffer direkt im ersten Spiel zum Einsatz kam.

Das zweite Spiel gegen das Saarland gewannen unsere GEO-Mädchen 1:0 durch ein Tor von Rieka. Der Sieg hätte auch deutlicher ausfallen können, da unsere Mannschaft das Spiel vom Anfang bis zum Ende beherrschte. Die Gegnerinnen verteidigten aber sehr tief und ließen nicht viele Torchancen zu. Leider wurden wir durch ein grobes Foul um eine Torchance gebracht, als Hanna im Strafraum mit dem Kopf zum Ball ging, ihre Gegenspielerin hochsprang und sie mit dem Knie am Auge traf. Der aus unserer Sicht notwendige Strafstoß wurde vom sonst guten Schiedsrichter nicht gegeben.

Im letzten Gruppenspiel ging es für unser Team um den Einzug ins Viertelfinale. Ein Unentschieden hätte gereicht. Zunächst führte aber ein Freistoß der Pfälzerinnen zum unnötigen 0:1. Dieses war unnötig und nicht leistungsgerecht, da wir auch dieses Spiel deutlich dominierten. Nach einer deutlichen Halbzeitansprache durch die Coaches Zastrow und Trüper erhöhten die Spielerinnen den Druck noch einmal und belohnten sich letztendlich durch zwei Tore von Rieka. Nach diesem Spiel waren Kühlspray und Einmal-Kalt-Kompressen dann auch aufgebraucht. Das meiste davon benötigte Hanna, heute galt die Regel: Wer viele Ballkontakte hatte, kriegte viel auf die Knochen. Aber auch Tomke ging in dieser Beziehung nicht leer aus. Nach dem „Viertelfinal-Foto“ plünderten wir die nächste Apotheke und rüsteten uns mit ausreichend Kalt-Sofort-Kompressen für den morgigen Spieltag aus. Die andere niedersächsische Mädchenmannschaft traf es noch härter, eine der Spielerinnen wurde mit einer Knieverletzung ins Krankenhaus gefahren und auch in anderen Teams holte sich das eine oder andere Mädchen eine blutige Nase.

Jetzt ist es Abend, die Spielerinnen sind weitgehend erholt und mit dem Turnierverlauf zufrieden. Kleiner Wehrmutstropfen: Wegen unserer fußkranken „Patientinnen“ verzichteten wir auf einen Zoobesuch und machten stattdessen eine auch sehr schöne Stadtrundfahrt mit dem Sightseeing-Bus. Jetzt ist es 21.45 Uhr und gleich Bettruhe. Morgen mehr!